Fokus Biologische Vielfalt

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Aktionstipps

Aktionsordner „Kinder entdecken die Natur“

Ob in Stadt oder Wald, auf der Wiese oder im Wasser, der NAJU-Aktionsordner bietet für jeden Lebensraum und jede Jahreszeit 200 spannende Aktionsideen.

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Asphalt weg für Schölli und Co

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Winter Gestalten Aktivieren Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder leisten einen aktiven Beitrag zum städtischen Umweltschutz

Materialien:
Spitzhacken, Schaufeln, Schubkarren, gute Erde, Container für den Asphalt, Pflanzen.

Vorbereitung:
Für die Entsiegelungsaktion braucht die Gruppe eine geeignete Fläche, zum Beispiel den Schulhof oder Jugendtreff-Hinterhof. Die Kinder sprechen, unterstützt von der Gruppenleitung, die Umgestaltung mit den FlächenbesitzerInnen ab. Gemeinsam entwickeln sie einen Gestaltungsplan. Die Gruppe besorgt die entsprechenden Pflanzen und kann dabei in Gärtnereien nachfragen, ob sie das Pflanzgut güns tiger oder gespendet bekommt.

Beschreibung:
Die Gruppe lädt Eltern, FreundInnen und NaturschützerInnen zu einem Aktionstag ein. Gemeinsam hacken alle den Betonboden kaputt, sammeln die Stücken ein und füllen die Fläche mit guter Erde auf. Dann werden verschiedene Blütenund Staudenpflanzen gepflanzt, vielleicht sogar der eine oder andere Obstbaum. Die Gruppe versucht, die Lokalpresse zu gewinnen, damit diese über das Projekt berichtet. Die Kinder können jeden Schritt zu dokumentarischen Zwecken fotografieren. Abschließend stellen sie eine informative Schautafel an dem neu gewonnenen Biotop auf, und alle ?EntsieglerInnen? feiern den Einzug der neuen BewohnerInnen. Nun müssen PatInnen gefunden werden, die sich um die Pflege der Pflanzen kümmern ?

Variante:
Wenn die Entsiegelung nicht möglich ist, können Betonflächen mit Hochbeeten und Kübelpflanzen begrünt werden. So entstehen kleine Biotope für Gartenvögel und Insekten.

Passt zu:
Fassadenbegrünung.

Quellen: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Sich und Andere motivieren, aktiv zu sein.

Ausstellung – Natürlich wohnen

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Forschen Winter Gestalten Aktivieren Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder setzen ihr Wissen über umweltfreundliches Bauen und Wohnen auf kreative Weise um.

Materialien:
Schreib- und Bastelmaterial, Farben, Pinsel, Naturmaterial.

Vorbereitung:
Recherche zu natürlichen Baustoffen und umweltfreundlichen Wohnmöglichkeiten, Informationen über Behausungen von heimischen Tierarten.

Beschreibung:
Die Gruppe organisiert eine Ausstellung, in der unterschiedliche Wohnformen präsentiert werden. Die Kinder können Nester, Schlupflöcher oder Bauten und Behausungen von heimischen Tieren nachbilden. Dazu passend stellen sie Gestaltungsformen menschlichen Wohnens dar, zum Beispiel die Dämmung von Häusern mit Naturfasern, das Heizen mit Holz, die Produktion von Warmwasser mit Solarthermie, das Verputzen mit Lehm oder das Streichen mit natürlichen Mineralien. Die Ausstellung soll möglichst vielfältig sein, kann also Modelle, Fotos, Bilder und Texte integrieren. Zur Eröffnung laden die Kinder ihre Familien und Interessierte ein.

Weitergehend:
Die Gruppe informiert sich bei lokalen Bauunternehmen oder bei Anbietern von ökologischen Baustoffen. Die Kinder können auch selbst ein Bauprojekt initiieren, beispielsweise den Bau eines Lehmbackofens oder einer kleinen Solaranlage.

Passt zu:
Lehmofen.

Quelle: www.umweltbildung.at

BNE-Kompetenzen: Neue Perspektiven integrierend Wissen aneignen; sich motivieren, aktiv zu werden.

Bau eines Wasserrades

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Sommer Gestalten Wasser Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder erlangen Kenntnisse über Bau und Funktionsweise von Wasserkraftanlagen

Materialien:
Holzleiste (2 x 2 cm), Sperrholz (3-4 mm stark; Größe der Einzelbrettchen ca. 6 x 12 cm), 20er Nägel oder Dachpappestifte, 60er bis 80er Nägel, kleinere Äste mit Astgabeln.

Vorbereitung:
Material besorgen, Testgewässer ausfindig machen.

Beschreibung:
Die Kinder sägen die Holzleiste auf eine Länge von etwa acht Zentimetern ab. An jede Fläche der Leiste nageln sie ein Sperrholzbrettchen fest. Die Brettchen können je nach Alter der Kinder selbst zurechtgesägt werden oder bereits von der Gruppenleitung vorbereitet worden sein. An die beiden Stirnseiten der Holzleiste schlagen die Kinder je einen längeren Nagel als Achse halb ein. Für die Aufhängung des Wasserrades befestigen sie zwei Astgabeln nebeneinander in dem Fließgewässer, so dass das Wasser die Brettchen berührt. Ist eine Befestigung nicht möglich, können die Astgabeln auch festgehalten werden. Gibt es in der Nähe kein fließendes Gewässer, kann dieses mit einer Dachrinne, Eimern und einer Gießkanne nachempfunden werden.

Variante:
Die Gruppe kann auch einen kleinen Staudamm bauen, den Wasserverlauf durch Bauwerke verändern oder ihn verengen und so die Wasserkraft des Flusses erhöhen. Hinterher müssen alle Bauwerke wieder entfernt werden.

Weitergehend:
Besuch einer Wassermühle, einer Wasserkraftanlage.

Passt zu:
Vorsicht Hochwasser!

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Prisma Media Verlag.

BNE-Kompetenzen: Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln.

Bau eines Windrades

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Herbst Winter Gestalten Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder erlangen Kenntnisse über Windkraftanlagen und bauen ein Windrad.

Materialien:
Folie, Stoff oder Papier, zwei 40 cm lange Rundholzstäbe mit 4 mm Durchmesser, Holzkugeln mit ca. 40 mm Durchmesser, Metallhülsen mit 6 mm Durchmesser, Dachlatte, 70er Nägel, Klebstoff und Bindedraht, zwei Bohrer (4 und 6 mm), Säge, Schere, Hammer.

Beschreibung:
Durch das Zentrum der Holzkugel bohren die Kinder ? unterstützt von der Gruppenleitung ? ein Loch (Durchmesser: vier Millimeter). In dieses Loch wird nun ein 40 Zentimeter langer Rundholzstab eingeleimt, so dass beide Enden exakt gleich weit aus der Kugel ragen. Dann bohren die Kinder im 90°-Winkel ein zweites Loch, in das sie ebenfalls einen ebenso langen Rundstab einleimen. Mit einem Sechs-Millimeter-Bohrer bohren sie ein drittes Loch, und zwar senkrecht zu den vier aus der Kugel herausragenden Stäben. In dieses wird eine 45 Millimeter lange Metallhülse durch die Kugel gesteckt, so dass sie auf beiden Seiten etwa zwei bis drei Millimeter herausschaut. Aus Folie, Stoff oder Papier schneiden die Kinder vier dreieckige Fahnen aus, die an einer Kante umgeschlagen und mit Klebstoff an je einem Rundstab befestigt werden. Das abstehende Ende wird mit einem kurzen Bindedraht am äußeren Ende des benachbarten Rundstabs fixiert. Ist das Windrad fertig, nageln die Kinder es mit einem 70er Nagel auf die Dachlatte. Wird die Dachlatte auf einer Seite angespitzt, kann sie im Freien mühelos in die Erde gesteckt werden. Dreht sich nun das Windrad, können die Kinder sehen, wie viel Kraft notwendig ist, um das Windrad in Bewegung zu setzen.

Weitergehend:
Besichtigung einer Windkraftanlage und Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen von Windenergie.

Passt zu:
In den Wind legen, Drachenbau und Drachensteigen.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Prisma Media Verlag.

BNE-Kompetenzen: Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln.

Baumhöhe messen

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Wald Winter Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder lernen eine einfache Methode zur Höhenmessung kennen und erweitern ihre Artenkenntnis.

Materialien:
Stock, Maßband.

Vorbereitung:
Ein Waldstück mit Bäumen suchen, bei denen der Stammfuß und die Kronenspitze zu sehen sind.

Beschreibung:
Die Kinder messen gegenseitig ihre Körpergröße. Dann findet jedes Kind sein eig enes Schrittmaß heraus. Nach zehn Schritten entlang des Maßbandes wird die Gesamtlänge durch zehn geteilt und auf diese Weise ein Mittel der Schrittlänge errechnet. Dann sucht jedes Kind einen Stock, der so lang ist wie sein ausgestreckter Arm. Damit peilt das Kind einen beliebigen Baum an und entfernt sich so weit vom Baum, bis der Baum aus dem Blickwinkel des Kindes die gleiche Größe hat wie der Stock. Durch Abschreiten der Entfernung zwischen Standpunkt und Baum lässt sich dessen Höhe bestimmen: Abstand zum Baum + Körpergröße bis Augen = Baumhöhe. Die Messung kann an mehreren Bäumen der gleichen Art oder an unterschiedlichen Baumarten vorgenommen werden.

Weitergehend:
Wie hängt die Baumhöhe mit dem Alt er oder der Baumart zusammen? Welche Auffälligkeiten gibt es? Welche Methoden wenden Forstarbeiter zur Höhenmessung an?

Passt zu:
Fingerabdruck vom Baum.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Reutlingen.

BNE-Kompetenzen: Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und gemeinsam mit Anderen planen und handeln.