Fokus Biologische Vielfalt

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Aktionstipps

Aktionsordner „Kinder entdecken die Natur“

Ob in Stadt oder Wald, auf der Wiese oder im Wasser, der NAJU-Aktionsordner bietet für jeden Lebensraum und jede Jahreszeit 200 spannende Aktionsideen.

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Vogeltränke

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Winter Gestalten Aktivieren Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen die Bedürfnisse der Vögel kennen und verbessern deren Lebensbedingungen

Materialien:
Flache Wasserwanne, stabiler Unterbau.

Beschreibung:
Die Kinder wählen einen geeigneten Standort für eine Vogeltränke aus, zum Beispiel den Sc hulhof. Der Platz sollte sowohl sicher als auch für die Kinder gut einseh - bar sein. Die Kinder treffen dazu Absprachen mit der Schulleiterin oder dem Hausmeister.

Variante:
Die Tränke eignet sich sehr gut zur Vogelbeobachtung. Welche Vögel fliegen die Tränke an?

Weitergehend:
Die Tränke muss regelmäßig gereinigt und aufgefüllt werden.

Passt zu:
Vogelexkursion.

Quelle: Oftring, B. mit dem NABU (2010): Nix wie raus! 111mal Natur entdecken und erleben. Kosmos Verlag.

BNE-Kompetenzen: Selbständig planen und handeln können; Empathie und Solidarität für Benachteiligte zeigen können; sich motivieren können, aktiv zu werden.

Windsack bauen

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Wiese Winter Gestalten Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder erleben Wind als messbare Größe und lernen die Windrichtungen kennen.

Materialien:
Müllbeutel oder Plastiktüte, Nadel und Faden (oder ein Tacker), Draht, Schere, Dichtungsringe, Besenstiel oder ähnliches.

Beschreibung:
Auf den Rand eines Müllbeutels oder einer Plastiktüte zeichnen die Kinder einen Trichter, der 50 Zentimeter lang, am unteren Ende 15 Zentimeter und am oberen 35 Zentimeter hoch ist. Sie schneiden den Trichter aus. Der breitere Rand wird zwei bis drei Zentimeter umgeschlagen und festgenäht oder festgetackert. Durch den entstehenden Saum ziehen die Kinder später den Befestigungsdraht. Die offene, 50 Zentimeter lange Seite nähen oder tackern die Kinder zusammen, so dass ein Schlauch mit einem schmalen und einem weiten Ende entsteht. Nun ziehen sie durch den Saum an der breiteren Öffnung einen Draht, so dass ein Kreis entsteht. Die Enden des Drahtes werden miteinander verdreht. Nun muss der Windsack noch an einem passenden Ort aufgehängt werden. Dazu befestigen die Kinder je ein 30 Zentimet er langes Drahtende oben und unten an der breiteren Windsacköffnung. Diese werden so an einem Stiel befestigt, dass der Windsack sich leicht drehen und nicht herunterrutschen (Dichtungsring) kann. Der Stiel mit Windsack sollte nicht zu nah am Haus und nic ht zu dicht am Boden stehen.

Variante:
Die Kinder können auch eine Wetterfahne bauen. Unter dem Windsack kann zudem eine Windrose befestigt/gebaut werden. So lässt sich die Windrichtung leichter ablesen. Weitergehend: Wie wäre es mit einer kompletten Wetterstation, um regelmäßig das Wetter zu beobachten und zu dokumentieren?

Passt zu:
Niederschlag messen, Luftfeuchtigkeit messen.

Quelle: www.tagesspiegelkinder.de/artikel/art80,1339

BNE-Kompetenzen: Selbständig planen und handeln können.

Wo geht der Regen hin?

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Wald Wiese Winter Wasser Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder erkennen die Wasserspeicherkraft der Erde und die Bedeutung von Humus.

Materialien:
Sporttrinkflaschen, Schere, Permanentmarker, unterschiedliche Erden (Kies, Steine, Sand, Humus, Laub, Ton, Lehm), Gläser, Messbecher.

Beschreibung:
Die Kinder schneiden die Böden der Flaschen heraus und versehen sie immer auf gleicher Höhe mit einer Markierung. Nun wird jede Flasche (mit der Trinköffnung nach unten) bis zur Markierung gefüllt ? jede mit einem anderen Material. Danach werden die Flaschen mit der Öffnung nach unten in die Gläser gestellt und 250 Milliliter Wasser hineingegossen. Wie viel Wasser läuft bei den verschiedenen Materialien wieder heraus? Bei welchem Material ist am meisten, bei welchem am wenigsten herausgekommen? Welches Material lässt kein Wassser hindurch?

Variante:
Dieses Experiment kann auch prima in der Natur durchgeführt werden.

Weitergehend:
Welche Erdschichten gibt es? Und wie sind sie entstanden? Wie gelangt das Wasser wieder an die Oberfläche?

Passt zu:
Bodenprofile, Kläranlage.

Quelle: Laux, B., Prohaska, M. (2008): Erde, Matsch und Stein. Mit Experimenten und spielerischen Aktionen den Erdboden und seine Bewohner erforschen und entdecken. Ökotopia Verlag.

BNE-Kompetenzen: Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln; gemeinsam mit Anderen planen und handeln können.

Woher kommt die Schokolade?

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Herbst Forschen Winter Aktivieren Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen Anbau- und Verarbeitungsformen von Kakao kennen und schulen ihren Geschmackssinn.

Materialien:
Schreib- und Bastelmaterial.

Beschreibung:
Die Gruppe teilt sich in Kleingruppen auf und erstellt zu Anbau und Transport von Kakao sowie seiner Verarbeitung zu Schokolade jeweils ein Wandbild. Die Kinder diskutieren gemeinsam, welche Vor- und Nachteile biologische und faire Anbau- und Verarbeitungsweisen haben und welche Auswirkung der persönliche Konsum hat. Bei einem Geschmackstest probieren die Kinder verschiedene Schokoladensorten und stellen auch hier Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen biologisch und konventionell hergestellten Süßwaren fest. Interessant sind auch die Geruchsunterschiede ? Mit einer Verkostung und ausführlichen Informationen führt die Gruppe einen Infostand in der Fußgängerzone oder bei einem Stadtfest durch.

Variante:
Die Gruppe organisiert einen Stadtrundgang, wo über die Hintergründe des Schokoladenkonsums aufgeklärt wird.

Weitergehend:
Besuch einer Schokoladenfabrik.

Passt zu:
Naturbistro.

Quelle: www.umweltbildung.at

BNE-Kompetenzen: Neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen; Andere motivieren, aktiv zu werden.

Wolle spinnen und färben

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Winter Gestalten Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder probieren alte Handwerkstechniken aus und stellen Wolle her.

Materialien:
Für das Spinnen: Alte Kleidung, ungewaschene Schafswolle, Schrauben mit Haken, Rundholzstück (ca. 30 cm lang mit 1 cm Durchmesser), Kordel, Kartoffeln.
Für das Färben: Beize für 500 g Wolle aus 100 g Alaun und 25 g Weinstein, Kochmöglichkeit, Holzstäbe, große alte Töpfe, Handschuhe, Salz, färbendes Pflanzenmaterial.

Vorbereitung:
Kontakt zu einem Schäfer oder einer Schäferin aufnehmen.

Beschreibung:
Wolle spinnen:
Die Kinder bauen gemeinsam Spindeln zum Wolle spinnen. Dafür wird der Holzstab in die Kartoffel gesteckt. Die Hakenschrauben werden in das andere Ende des Holzstabes geschraubt. An das untere Ende der Spindel befestigen die Kinder die Kordel und wickeln sie lose um den Holzstab. Die Kinder zupfen die ungewaschene Schafswolle auseinander und dünnen sie aus. Dabei lösen sie Schmutz und Fremdkörper heraus.
Achtung: Dieser Arbeitsschritt sorgt für ziemlich fettige Hände! Dann drehen die Kinder das Wollstück an einem Ende zu einem Faden und verknoten diesen mit dem Ende der Kordel. Nun drehen sie die Spindel und verspinnen so die Wolle. Zwischendurch zupfen die Kinder wieder die unversponnene Wolle auseinander. Wenn ein genügend langes Stück gesponnen ist, wickeln die Kinder dieses um den Holzstab und spinnen weiter.
Wolle färben:
Die Kinder lösen die Zutaten der Beize in einem Topf mit kaltem Wasser auf, erwärmen den Topf und legen die Wolle hinein. Danach kochen sie das Ganze kurz auf und lassen es dann eine Stunde ziehen. Die Gruppenleitung achtet dabei auf die Einhaltung der notwendigen Sicherheitsregeln. Die warme Wolle wird anschließend mit einer Schöpfkelle herausgenommen und ausgedrückt.

Rezepte:
- Hellgelb: ein Kilo Birkenblätter
- Blaugrau: 500 Gramm Brombeeren
- Gelbgrün: 500 Gramm junge Farnwedel
- Dunkelbraun: 500 Gramm grüne Walnussschalen
- Violett: 500 Gramm Holunderbeeren

Für das Farbbad geben die Kinder die Pflanzen in kaltes Wasser und lassen sie dann kochen, dabei muss ständig gerührt werden. Anschließend legen die Kinder die Wolle hinein und lassen diese ohne Rühren im Farbbad sieden, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Die Kinder wenden die Wolle mit einem Holzstab und nehmen sie dann mit Handschuhen (Vorischt, heißes Wasser!) heraus. Unter klarem Wasser spülen sie die farbige Wolle, bis sie nicht mehr ausfärbt.

Weitergehend:
Besuch eines Schäfers oder einer Schäferin, Gespräch über Spinn- und Farbtechniken. Wie wird es heute gemacht, welche Verfahren sind umweltfreundlicher? Besuch des örtlichen Heimat- oder Agrarmuseums.

Passt zu:
Naturfarben.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Gemeinsam mit Anderen planen und handeln.