Fokus Biologische Vielfalt

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Aktionstipps

Aktionsordner „Kinder entdecken die Natur“

Ob in Stadt oder Wald, auf der Wiese oder im Wasser, der NAJU-Aktionsordner bietet für jeden Lebensraum und jede Jahreszeit 200 spannende Aktionsideen.

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Bau eines Evaporimeters

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Wiese Gestalten Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder bauen ein einfaches Arbeitsgerät zur Verdunstungsmessung nach Anleitung und schulen ihre manuellen Fähigkeiten.

Materialien:
Reagenzglas, zwei Drahtstücke (10 cm und 40 cm) Frischhaltefolie, Klebeband, Messzylinder, kleines Rundfilterpapier, wasserfester Faserschreiber.

Beschreibung:
Die Kinder biegen das zehn Zentimeter lange Drahtstück in U-Form. Es sollte so schmal sein, dass die geschlossene Seite des Reagenzglases gerade hineinpasst. Das U-förmige Drahtstück fixieren die Kinder mit Klebeband am unt eren Ende des Reagenzglases, so dass sich ein Bügel zur Aufhängung ergibt. Das 40 Zentimeter lange Drahtstück schlingen die Kinder nun fest um das of fene Ende des Reagenzglases. Aus dem Ende des Drahtes formen sie eine Schlaufe, die unter die Öffnung des Reagenzglases gedrückt wird. Mit Hilfe eines Messzylinders wird das Reagenzglas geeicht. Dazu wird jeweils die Menge von einem, zwei und drei Millilitern Wasser in das umgedrehte Reagenzglas gefüllt ? die Öffnung dabei mit einer Frischhaltefolie verschließen! ? und der obere Wasserrand jeweils am Glas mit Faserstift markiert. Zur Messung klemmen die Kinder zwischen das gefüllte Reagenzglas und die Drahtschlinge ein Rundfilterpapier. Dieses wird mit einer Nadel in der Mitte der Reagenzglasöffnung durchstochen. Anstelle des verdunsteten Wassers tritt dann Luft in das Gefäß.

Passt zu:
Wettermessungen an Hecken.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Prisma Media Verlag.

BNE-Kompetenzen: Selbständig und gemeinsam planen und handeln.

Bau eines Schüttelsiebes

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Wald Wiese Winter Gestalten Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder schulen ihre Fingerfertigkeiten und Koordination und arbeiten mit Recyclingmaterial.

Materialien:
Eine Dose (Metall oder Plastik) je Kind, Fliegengitter, Klebeband, Gummiring, Dosenöffner, Schere, Schleifpapier.

Beschreibung:
Die Kinder schneiden mit dem Dosenöffner Deckel und Boden der Dose heraus. Die Kanten glätten sie mit Schleifpapier. Dann wird das zurechtgeschnittene Fliegengitter über dem Dosenboden gespannt und mit einem starken Gummi fixiert. Das Schüttelsieb kann auch aus einer großen, festen Papprolle gebaut werden.

Weitergehend:
Das Schüttelsieb kann nun zur Untersuchung von Kleinstlebewesen genutzt werden.

Passt zu:
Laubstreuuntersuchung.

Quelle: LBV-Ordner: LebenGestaltenLernen, Bezug über www.lbv-shop.de

BNE-Kompetenzen: Selbständig planen und handeln können.

Bau eines Wasserrades

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Sommer Gestalten Wasser Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder erlangen Kenntnisse über Bau und Funktionsweise von Wasserkraftanlagen

Materialien:
Holzleiste (2 x 2 cm), Sperrholz (3-4 mm stark; Größe der Einzelbrettchen ca. 6 x 12 cm), 20er Nägel oder Dachpappestifte, 60er bis 80er Nägel, kleinere Äste mit Astgabeln.

Vorbereitung:
Material besorgen, Testgewässer ausfindig machen.

Beschreibung:
Die Kinder sägen die Holzleiste auf eine Länge von etwa acht Zentimetern ab. An jede Fläche der Leiste nageln sie ein Sperrholzbrettchen fest. Die Brettchen können je nach Alter der Kinder selbst zurechtgesägt werden oder bereits von der Gruppenleitung vorbereitet worden sein. An die beiden Stirnseiten der Holzleiste schlagen die Kinder je einen längeren Nagel als Achse halb ein. Für die Aufhängung des Wasserrades befestigen sie zwei Astgabeln nebeneinander in dem Fließgewässer, so dass das Wasser die Brettchen berührt. Ist eine Befestigung nicht möglich, können die Astgabeln auch festgehalten werden. Gibt es in der Nähe kein fließendes Gewässer, kann dieses mit einer Dachrinne, Eimern und einer Gießkanne nachempfunden werden.

Variante:
Die Gruppe kann auch einen kleinen Staudamm bauen, den Wasserverlauf durch Bauwerke verändern oder ihn verengen und so die Wasserkraft des Flusses erhöhen. Hinterher müssen alle Bauwerke wieder entfernt werden.

Weitergehend:
Besuch einer Wassermühle, einer Wasserkraftanlage.

Passt zu:
Vorsicht Hochwasser!

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Prisma Media Verlag.

BNE-Kompetenzen: Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln.

Bau eines Windrades

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Herbst Winter Gestalten Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder erlangen Kenntnisse über Windkraftanlagen und bauen ein Windrad.

Materialien:
Folie, Stoff oder Papier, zwei 40 cm lange Rundholzstäbe mit 4 mm Durchmesser, Holzkugeln mit ca. 40 mm Durchmesser, Metallhülsen mit 6 mm Durchmesser, Dachlatte, 70er Nägel, Klebstoff und Bindedraht, zwei Bohrer (4 und 6 mm), Säge, Schere, Hammer.

Beschreibung:
Durch das Zentrum der Holzkugel bohren die Kinder ? unterstützt von der Gruppenleitung ? ein Loch (Durchmesser: vier Millimeter). In dieses Loch wird nun ein 40 Zentimeter langer Rundholzstab eingeleimt, so dass beide Enden exakt gleich weit aus der Kugel ragen. Dann bohren die Kinder im 90°-Winkel ein zweites Loch, in das sie ebenfalls einen ebenso langen Rundstab einleimen. Mit einem Sechs-Millimeter-Bohrer bohren sie ein drittes Loch, und zwar senkrecht zu den vier aus der Kugel herausragenden Stäben. In dieses wird eine 45 Millimeter lange Metallhülse durch die Kugel gesteckt, so dass sie auf beiden Seiten etwa zwei bis drei Millimeter herausschaut. Aus Folie, Stoff oder Papier schneiden die Kinder vier dreieckige Fahnen aus, die an einer Kante umgeschlagen und mit Klebstoff an je einem Rundstab befestigt werden. Das abstehende Ende wird mit einem kurzen Bindedraht am äußeren Ende des benachbarten Rundstabs fixiert. Ist das Windrad fertig, nageln die Kinder es mit einem 70er Nagel auf die Dachlatte. Wird die Dachlatte auf einer Seite angespitzt, kann sie im Freien mühelos in die Erde gesteckt werden. Dreht sich nun das Windrad, können die Kinder sehen, wie viel Kraft notwendig ist, um das Windrad in Bewegung zu setzen.

Weitergehend:
Besichtigung einer Windkraftanlage und Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen von Windenergie.

Passt zu:
In den Wind legen, Drachenbau und Drachensteigen.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Prisma Media Verlag.

BNE-Kompetenzen: Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln.

Bau und Nutzung einer Pflanzenpresse

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Forschen Wald Wiese Gestalten Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen verschiedene Pflanzenarten und Konservierungstechniken kennen.

Materialien:
Je zwei Sperrholzbretter (25 x 35 cm), 4 Metallschrauben mit Flügelmuttern (4 bis 6 mm Durchmesser, 40 bis 60 mm lang), Zeitungspapier, Bohrer und Bohrmaschine.

Beschreibung:
Zum Bau der Pflanzenpresse werden die beiden Bretter aufeinandergelegt. In die Ecken werden Löcher gebohrt und diese mit Schrauben versehen. Grund- und Deckbrett werden entsprechend markiert. Je nach Altersklasse können diese Arbeiten ohne Weiteres von den Kindern ausgeführt werden. Nachdem die Kinder unterschiedliche Blütenpflanzen, möglichst mit Blüten und Wurzeln, gesammelt haben, können diese gepresst werden: auf dem Grundbrett Zeitungspapier auslegen, eine Pflanze komplett ausbreiten und mit etwas Papier zudecken. Auf diese Lage kann die nächste Pflanze gelegt werden. Befinden sich alle Pflanzen in der Pr esse, wird das Deckbrett aufgelegt und durch Zudrehen der Flügelmuttern aneinandergepresst. Nach einigen Tagen können die Pflanzenteile kontrolliert, das feuchte Zeitungspapier ersetzt werden. Nach zwei bis drei Wochen werden die Pflanzenteile sorgsam auf weiße Papierbögen geklebt und mit den Angaben zu Art, Familie, Fundort und Datum versehen.

Variante:
Die Kinder können die gepressten Pflanzenteile auch zu Kunstwerken auf Postkarten, Briefbögen oder Wandbildern weiterverarbeiten.

Weitergehend:
Das Herbarium kann über ein ganzes Jahr geführt und nach unterschiedlichen Biotoptypen und Jahreszeiten sortiert werden. Über das Sammeln von Pflanzenteilen kann sich die Gruppe auch in einem botanischen Garten oder Naturkundemuseum informieren.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Reutlingen.

BNE-Kompetenzen: Selbstkompetenz ? selbständig handeln und gestalten können.