Fokus Biologische Vielfalt

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Aktionstipps

Aktionsordner „Kinder entdecken die Natur“

Ob in Stadt oder Wald, auf der Wiese oder im Wasser, der NAJU-Aktionsordner bietet für jeden Lebensraum und jede Jahreszeit 200 spannende Aktionsideen.

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oder Aktionstipps online finden:

Blindes Pärchen

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Wald Wiese Bewegen Winter Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder schulen ihre Sinne und lernen, einander zu vertrauen.

Materialien:
Augenbinden.

Vorbereitung:
Abwechslungsreiches Gelände finden.

Beschreibung:
Die Kinder bilden Zweiergruppen. Einem Kind werden die Augen verbunden. Das sehende Kind führ t das ?blinde? Kind vorsichtig durch das Gelände und lässt es an verschiedenen Stellen tasten, riechen, bewusst hinhören oder sogar schmecken. Zwischendurch wird gewechselt. Im Anschluss können sich die einzelnen Pärchen erzählen, wie sie sich gefühlt haben und was ihnen besonders gefallen hat.

Variante:
Die Kinder sind bei der Erkundung ganz still.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Empathie für andere Lebewesen.

Blumenwiese anlegen

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Wiese Bewegen Gestalten Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen die Anforderungen der Blütenpflanzen an ihren Lebensraum kennen und helfen den bedrohten Arten, indem sie eine Blumenwiese anlegen.

Materialien:
Samenmischung, Gartengeräte.

Vorbereitung:
Mit den Kindern zusammen Fläche zur Aussaat finden, Samen sammeln oder/und kaufen.

Beschreibung:
Die Gruppe entscheidet sich für eine Fläche, auf der sie eine Blumenwiese anlegen will. Die Kinder untersuchen vorerst die Bodenbeschaffenheit, die klimatischen Verhältnisse und suchen danach die Blütenpflanzen aus, die sie aussäen wollen. Leichte, stickstoffarme Böden mit lehmigem Sand sind am besten geeignet. Die Grasnarbe wird abgetragen und der Boden etwas aufgelockert. Die Samen werden sortiert oder bunt durcheinander eingesät und dann regelmäßig gegossen.

Variante:
Die Kinder säen Blumenmischung in Inseln von Rasenflächen aus.

Weitergehend:
Auseinandersetzung mit dem Thema Ar tenvielfalt/Biodiversität. Wie ist die Situation lokal und global? Welche Beiträge können wir zum Erhalt der Ar tenvielfalt leisten? Möglich ist auch, die Samen der Blütenpflanzen zu sammeln und bei einer Samentauschbörse zu verteilen.

Passt zu:
Wiesenstrumpf.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Gemeinsam mit Anderen planen und handeln.

Bootsrennen

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Bewegen Gestalten Wasser Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder erkennen Fließgeschwindigkeit und Strömungsverhalten eines Bachlaufes.

Materialien:
Naturmaterialien (Äste, Blätter, Zweige)

Beschreibung:
Die Gruppenleitung legt mit den Kindern Start und Ziel des Bootsrennens fest. Die Kinder suchen nach einem geeigneten Boot (Ast, Blatt oder ein Stück tote / abgestorbene Rinde) ? und los g eht es. Die Boote werden in das Wasser gesetzt, und die Kinder beobachten, welche Boote schneller sind, welche langsamer und wie sie auf Wirbel und Strömungen reagieren.

Variante:
Mit einer Stoppuhr wird die Zeit gemessen, die die Boote benötigen, um eine bestimmte Strecke zurückzulegen. Daraus kann die Fließgeschwindigkeit des Gewässers errechnet werden.

Weitergehend:
Was passiert, wenn der Fluss gerade läuft? Wie fließt das Wasser, wenn er sich durch die Landschaft schlängelt? Warum wurden Flüsse begradigt? Was sind die Vor- und Nachteile?

Passt zu:
Vorsicht, Hochwasser, Bau eines Wasserrades.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Prisma Media Verlag.

BNE-Kompetenzen: Weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen; interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln.

Dem Wind lauschen

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Herbst Wald Wiese Bewegen Winter Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder erleben bewusst die Kraft des Windes

Beschreibung:
Der Wind ist im Herbst nicht nur zu spüren, er ist auch zu hören! Er pfeift, er säuselt, er läss t die Blätter rascheln und die Äste knarren. Die Kinder achten bewusst auf die Geräusche, die der Wind verursacht. Das ist sowohl draußen als auch drinnen möglich. Bei sehr starkem Wind sollten Wälder gemieden werden.

Variante:
Die Gruppe kann ein ?Windtagebuch? führen. Wenn sie mehrere Orte und Biotope aufsucht, achtet sie bewusst auf die jeweiligen Wind- und Wetterverhältnisse. Wo ist es windgeschützt, wo saust der Wind mit voller Kraft?
Weitergehend: Was kann der Mensch mit der Windkraft machen? Exkursion zu einer Windkraftanlage.

Passt zu:
In den Wind legen, Bau eines Windrades.

Quelle: Oftring, B. mit dem NABU (2010): Nix wie raus! 111mal Natur entdecken und erleben. Kosmos Verlag.

BNE-Kompetenzen: Weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen.

Eichhörnchenspiel

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Herbst Forschen Wald Bewegen Gestalten Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder erfahren, mit welcher Strategie Eichhörnchen über den Winter kommen.

Materialien:
Sechs bis zehn Nüsse pro Kind.

Vorbereitung:
Ein abwechslungsreiches Waldstück mit wenig Unterwuchs ausfindig machen.

Beschreibung:
Alle Kinder verwandeln sich in Eichhörnchen. Die Spielleitung erklärt, dass Eichhörnchen ihre Nüsse einzeln in Baumritzen, an Wurzeln oder unter Blättern verstecken. Jedes Eichhörnchenkind erhält eine bestimmte Anzahl Nüsse. Dann verstecken die Eichhörnchen ihren Nussvorrat im Umkreis von 50 Metern. Haben alle ihre Nüsse versteckt, treffen sie sich am Eichhörnchenkobel, um dort gemeinsam den Winter zu verbringen. Die Spielleitung erzählt vom Wintereinbruch und dass die Eichhörnchen in der großen Kälte Hunger bekommen. Die Kinder verlassen nun für zwei Minuten den Kobel und holen sich zwei oder drei Nüsse. Wer danach eine Nuss weniger bringt, darf eine weitere Runde mitmachen, wer keine Nuss mitbringt, scheidet aus. Die überlebenden Eichhörnchen quälen sich durch den eisigen Januar. In einer Schönwetterphase dürfen sie erneut für zwei Minuten in den Wald rennen und sich zwei oder drei Nüsse holen. Im März wird es wieder kalt und die Eichhörnchen müssen nochmals den Kobel verlassen, um in zwei Minuten Nüsse zu holen. Wie viele Eichhörnchen haben den Winter überlebt? Variante: Auf drei bis vier Eichhörnchen kann noch eine Haselmaus, also ein Räuber, eingesetzt werden. Die Räuber erhalten keine Nüsse, dürfen aber mit den Eichhörnchen umhergehen und sie beim Nüsse verstecken beobachten. Bei der Futtersuche müssen sie zwei oder drei Nüsse finden, um überleben zu können.

Weitergehend:
Was passiert mit den Nüssen, die nic ht gefunden werden?

Passt zu:
Igelburg.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Reutlingen.

BNE-Kompetenzen: Empathie mit anderen Lebewesen zeigen können.