Fokus Biologische Vielfalt

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Aktionstipps

Aktionsordner „Kinder entdecken die Natur“

Ob in Stadt oder Wald, auf der Wiese oder im Wasser, der NAJU-Aktionsordner bietet für jeden Lebensraum und jede Jahreszeit 200 spannende Aktionsideen.

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Was passt nicht?

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Wald Wiese Bewegen Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder erkennen Farb- und Formunterschiede und setzen sich auf diese Weise mit den Tarnstrategien von Waldlebewesen auseinander.

Materialien:
Gegenstände zum Verstecken, zum Beispiel Stifte, Hefte, Plüschtiere oder Äpfel.

Vorbereitung:
Gegenstände zum Verstecken mitbringen oder von den Kindern mitbringen lassen.

Beschreibung:
Die Kinder bilden zwei Gruppen. Die eine Gruppe versteckt die Gegenstände entlang eines Weges. Die andere Gruppe versucht dann, alle Gegenstände zu finden. Danach tauschen die Gruppen. Hinterher werten alle gemeinsam das Spiel aus: Was war leicht zu finden und warum? Was war gut versteckt und kaum zu sehen? Achten Sie darauf, dass alle Gegenstände am Ende wieder eingesammelt werden.

Variante:
Gestaltung als Wettbewerb zwischen den Gruppen: Wer findet am schnellsten die meisten Dinge?

Weitergehend:
Gespräch und Aktion zur Tarnung der Lebewesen im Wald.

Passt zu:
Tarntiere.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Gemeinsam mit Anderen planen und handeln können, vorausschauend denken und handeln.

Wassertierspiel

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Bewegen Wasser Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen verschiedene Wassertiere kennen

Mateialien:
Streichhölzer ohne Zündkopf.

Beschreibung:
Die Gruppe steht im Kreis. Die Gruppenleitung lässt die Kinder verdeckt einen Zettel mit einem Wassertiernamen ziehen. Wenn die Kinder sich bereits gut im Wasser auskennen, denken sie sich selbst ein Tier aus. Jedes Kind hat ein Streichholz, das es sich hochkant zwischen die Zähne steckt, so dass der Mund nicht geschlossen werden kann. Reihum erzählen die Kinder, welches Wassertier sie sind. Beispiel: Das er ste Kind wird vom zweiten gefragt: ?Welches Wassertier bist du?? Und das andere Kind antwortet: ?Ich bin ein Biber.? Das fragende Kind wiederholt die Antwort. ?Sie ist ein Biber.? Danach kann die ganze Gruppe raten, welches Tier gemeint war. Anschließend fragt das nächste Kind, bis alle einmal dran waren. Dabei gibt es natürlich viel zu lachen!

Variante:
Das Spiel kann auch mit den Namen von Waldtieren oder Wiesenpflanzen gespielt werden.

Weitergehend:
Nicht bekannte Arten werden von dem jeweiligen Kind erklärt. Und jedes Kind erzählt, was es über das ausgewählte Tier bereits weiß.

Passt zu:
Gewässerexkursion, Arten angeln.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Gemeinsam mit Anderen planen und handeln können.

Wer bin ich?

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Wald Wiese Bewegen Winter Wasser Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen Merkmale verschiedener Tier- und Pflanzenarten kennen.

Materialien:
Genügend Zettel für die Gruppe, Stifte, Kreppklebeband.

Vorbereitung:
Tier- und Pflanzenarten auf die Zettel schreiben.

Beschreibung:
Jedes Kind bekommt einen Zettel auf den Rücken geklebt, so dass es den Ar tnamen darauf nicht lesen kann. Reihum können die Kinder nun Fragen stellen, um herauszufinden, wer sie sind. Die Fragen dürfen nur mit ?Ja? oder ?Nein? beantwortet werden.

Variante:
Jedes Kind denkt sich eine Art für seinen linken Nachbarn aus.

Weitergehend:
Geeigneter Abschluss von Bestimmungsübungen.

BNE-Kompetenzen: Weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen.

Wiesensafari

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Forschen Wiese Bewegen Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder beobachten eine Blumenwiese und erkennen ihre Besonderheiten.

Vorbereitung:
Geeignetes Gelände finden.

Beschreibung:
Die Kinder rennen über eine große, bunte Wiese. Auf ein Signal suchen sich alle ein ungestörtes Plätzchen. Dort sollen sie ganz ruhig sitzen und dabei Insekten und Pflanzen beobachten, die sie sonst vielleicht übersehen hätten. Mögliche Fragen, über die sie nachdenken können: ? Welche Tiere sind zu sehen? ? Wie bewegen sich diese Tiere? Was haben sie wohl vor? ? Was machen die Tiere an und mit den Pflanzen? ? Was machen die Tiere an und mit mir? Nach einer Viertelstunde ertönt wieder das Signal. Alle Kinder treffen sich in einer Runde und berichten nacheinander von ihren Erlebnissen.

Weitergehend:
Das Spiel leitet eine Erkundungstour durch die Pflanzen- und Insektenwelt der Wiese ein.

Passt zu:
Pflanzenpresse, Wiese ist nicht gleich Wiese.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Empathie für andere Lebewesen.

Wo sich die Hummeln tummeln

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Wiese Bewegen Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen Hummeln mit ihren Fähigkeiten und Besonderheiten kennen.

Beschreibung:
Rahmengeschichte mit Rollenspiel
1. Was wisst Ihr über Hummeln? Ihr wisst schon eine Menge über die Hummeln. Aber was sich im Leben einer Hummel so alles ereignet, das wollen wir nun gemeinsam im Spiel erleben.
2. Wie alles anfing:
- Es war einmal ein Hummelkind, das lag noch zusammengekauert in seinem Ei.
- Es hatte viel Mühe, die weiche Schale aufzureißen, doch mit letzter Kraft gelang es ihm doch.
- Aus dem Hummelkind war eine Larve geworden, die bald versuchte, das Hummelnest zu erkunden. Alle Kinder stehen frei im Raum und spielen die folgenden Situationen nach. Sie legen sich so auf den Boden, als wären sie in einem Ei, und versuchen, sich aus ihm zu befreien. Doch die Kinder stoßen an eine imaginäre weiche Schale, die aber schließlich aufgerissen werden kann. Endlich in Freiheit kriechen alle wie eine Larve über die Wiese.
- Die Larve wuchs heran und zog sich, als sie dick und fett geworden war, in eine Wachswabe zurück, um sich dort auszuruhen.
- Eigentlich sollte es nur ein Erholungsschlaf werden, aber als das Hummelkind aufwachte, merkte es, dass es plötzlich Beine, Flügel, Fühler und einen dichten Pelz hatte.
- Es kroch aus seiner Wabe und stellte fest, dass es viel schneller laufen konnte als je zuvor. Es hatte noch nicht begriffen, dass es zu einer richtigen Hummel geworden war.
- Als es am Ausgang des Hummelnestes Licht sah, lief es darauf zu ? Und plötzlich tat sich vor ihm eine unbekannte Welt auf. Wie von selbst öffnete es seine Flügel und begann seinen Flug in diese weite unbekannte Welt, in der es viele Abenteuer zu bestehen hatte. Die Kinder finden sich zu Vierer-Gruppen zusammen. Drei Kinder bilden eine Wabe indem zwei Kinder auf dem Boden liegend ein ?U? formen und das dritte Kind sich wie im Liegestütz quer darüberlegt. So entsteht eine kleine Höhle, in die das vierte Kind, die Larve, hineinkriecht. Die Kinder er fühlen gegenseitig den dichten Pelz, indem sie sich in den Haaren wuscheln. Dann laufen alle Kinder durch den Raum und rempeln sich beim Laufen leicht an. Sie beginnen, mit den Armen die Flügelbewegung nachzuahmen und einen Summ-Laut von sich zu geben. Danach ?fliegen? sie nach einigem Üben richtig los.
3. Als Erstes musste unsere kleine Hummel lernen, dass sie in der Welt viele Feinde hat. Aber es gibt auch große Tiere, die Angst vor Hummeln haben. Deshalb spielen wir Hummeln, Frösche, Hunde
- Die Hunde fangen die Frösche.
- Die Frösche fangen die Hummeln.
- Und die Hummeln stechen die Hunde!
Für dieses Fangspiel werden zwei gleich große Gruppen gebildet. Jede Gruppe spricht sich ab, welches der drei Tiere sie darstellen möchte. Dann stellen sich die Gruppen im Abstand von ungefähr einem Meter in der Mitte des Spielfeldes gegenüber auf. Auf Kommando werden erst alle Tiere nacheinander dargestellt ? und zwar von allen zusammen: Hummeln: Schnelles Schlagen mit den Armen und summen. Frösche: Mehrmaliges Hüpfen und quaken. Hunde: Schwanzwedeln mit einer Hand am Po und bellen. Dann stellen die beiden Gruppen gleichzeitig das jeweils ausgewählte Tier dar. Nun gilt es, entweder seine Beute zu fangen oder sich selbst in die sichere Zone am hinteren Rand seiner Spielhälfte zu retten. Haben beide Gruppen das gleiche Tier gewählt, müssen sie sich kurz zurückziehen, sich beraten und ein neues Tier darstellen. Wer gefangen wurde, spielt bei den FängerInnen mit. Das Spiel endet, wenn eine Gruppe komplett gefangen wurde oder das Spiel von der Spielleitung beendet wird. Für den hier angegebenen Zeitrahmen sollte das Spiel nach ca. zehn Absprachen und Fangversuchen beendet werden.
4. Nach so viel Abenteuer will unsere Hummel erst einmal Nektar sammeln und gerät dabei prompt in ihr nächstes Abenteuer ? Unter den vielen Pflanzen gibt es auch einen Insektenfresser ? mit besonders süßem Nektar. Doch wehe, die Pflanze merkt, dass man ihren Nektar klauen will, dann schlägt sie erbarmungslos zu und verspeist den Eindringling. Ein Kind bekommt als Insekten fressende Pflanze die Augen verbunden und wird auf einen Stuhl gesetzt. Unter dem Stuhl befindet sich der Nektar in Form eines beliebigen Gegenstandes. Die anderen Kinder, die Hummeln, müssen nun versuchen, sich möglichst geräuschlos an den Nektar heranzupirschen und ihn der Pflanze zu entreißen. Wenn die Pflanze jedoch eine Hummel bemerkt, kann sie das Zuschnappen der Falle symbolisieren, indem sie auf die entsprechende Person zeigt. Die gefressene Hummel erstarrt an Ort und Stelle. Die Hummel, die den Nektar erwischt hat, darf den nächsten Insektenfresser spielen.
5. Zurück im Hummelnest ist die Aufregung groß: Die Schmarotzerhummeln bedrohen das Nest und wollen die Arbeitshummeln zwingen, die eigene Brut aufzuziehen. Deshalb trauen sich die Hummeln nur noch zu zweit hinaus. Doch leider sind die Hummeln nur geschützt, wenn sie zu zweit sind. Hakt sich eine dritte Hummel ein, so muss die Hummel an der anderen Seite allein weiterfliegen und kann abgeschlagen werden.
- Die Hummeln stellen sich paarweise auf und haken sich ein. Den anderen Arm stemmen sie in die Hüfte, so dass sich eine Öse ergibt.
- Ein Paar hat sich nicht eingehakt: die Schmarotzerhummel und eine Arbeitshummel.
- Die Arbeitshummel rettet sich, in dem sie sich bei einem Paar einhängt. Der Teil des Paares, an dem sie sich nicht eingehängt hat, kann nun abgeschlagen werden, bis er sich bei einem anderen Paar eingehängt hat. Wird jemand abgeschlagen , dann wechseln die Rollen zwischen Jäger un Gejagtem.
6. Hummeln können nicht reden; sie tanzen sich ihre Botschaften vor.
- Die Kinder teilen sich in gleich große Gruppen auf.
- Jedes Gruppenmitglied stellt seiner Gruppe eine kurze Bewegungsfolge vor. Alle Bewegungsfolgen einer Gruppe werden nun zu einem kurzem Tanz zusammengefasst und von der Gruppe eunstudiert. Haben alle Gruppen ihren Tanz eingeübt, werden sie in die Natur entlassen. Treffen sich jetzt zwei Gruppen, tanzen sie sich ihre Botschaft vor.
7. Schließlich wird es Herbst. Die Königin hat bereits ihre Nachfolgerin bestimmt, und die Hummeln begeben sich zur Ruhe. Jede Hummel träumt noch einmal von ihren schönsten Abenteuern. Alle Kinder kommen im Kreis zusammen, hocken sich auf den Boden und denken daran,
- wie sie ganz eng im Ei gekauert lagen,
- wie sie sich mühten, die weiche Schale aufzureißen,
- wie sie als Larve das Nest erkundetenund sich dann müde in die Wabe zurückzogen,
- wie sie merkten, dass sie einen dicken Pelz hatten,
- wie es war, als sie plötzlich schnell laufen und sogar fliegen konnten,
- wie sie mit Hunden und Fröschen kämpften,
- an ihr Abenteuer mit der Insekten fressenden Pflanze
- und an ihren Kampf mit der Schmarotzerhummel.
- Schließlich erinnern sie sich daran, wie sie sich mit den anderen Hummeln auf der Wiese trafen und sich gegenseitig ihre Geschichten erzählten.
Dann kommt die Kälte. Aber im nächsten Jahr wird die neue Königin ein neues Volk gründen, und dann gibt es eine neue kleine Hummel!

Passt zu:
Insektennisthäuser.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Empathie für andere Lebewesen.