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Aktionstipps

Aktionsordner „Kinder entdecken die Natur“

Ob in Stadt oder Wald, auf der Wiese oder im Wasser, der NAJU-Aktionsordner bietet für jeden Lebensraum und jede Jahreszeit 200 spannende Aktionsideen.

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Wo sich die Hummeln tummeln

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Wiese Bewegen Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen Hummeln mit ihren Fähigkeiten und Besonderheiten kennen.

Beschreibung:
Rahmengeschichte mit Rollenspiel
1. Was wisst Ihr über Hummeln? Ihr wisst schon eine Menge über die Hummeln. Aber was sich im Leben einer Hummel so alles ereignet, das wollen wir nun gemeinsam im Spiel erleben.
2. Wie alles anfing:
- Es war einmal ein Hummelkind, das lag noch zusammengekauert in seinem Ei.
- Es hatte viel Mühe, die weiche Schale aufzureißen, doch mit letzter Kraft gelang es ihm doch.
- Aus dem Hummelkind war eine Larve geworden, die bald versuchte, das Hummelnest zu erkunden. Alle Kinder stehen frei im Raum und spielen die folgenden Situationen nach. Sie legen sich so auf den Boden, als wären sie in einem Ei, und versuchen, sich aus ihm zu befreien. Doch die Kinder stoßen an eine imaginäre weiche Schale, die aber schließlich aufgerissen werden kann. Endlich in Freiheit kriechen alle wie eine Larve über die Wiese.
- Die Larve wuchs heran und zog sich, als sie dick und fett geworden war, in eine Wachswabe zurück, um sich dort auszuruhen.
- Eigentlich sollte es nur ein Erholungsschlaf werden, aber als das Hummelkind aufwachte, merkte es, dass es plötzlich Beine, Flügel, Fühler und einen dichten Pelz hatte.
- Es kroch aus seiner Wabe und stellte fest, dass es viel schneller laufen konnte als je zuvor. Es hatte noch nicht begriffen, dass es zu einer richtigen Hummel geworden war.
- Als es am Ausgang des Hummelnestes Licht sah, lief es darauf zu ? Und plötzlich tat sich vor ihm eine unbekannte Welt auf. Wie von selbst öffnete es seine Flügel und begann seinen Flug in diese weite unbekannte Welt, in der es viele Abenteuer zu bestehen hatte. Die Kinder finden sich zu Vierer-Gruppen zusammen. Drei Kinder bilden eine Wabe indem zwei Kinder auf dem Boden liegend ein ?U? formen und das dritte Kind sich wie im Liegestütz quer darüberlegt. So entsteht eine kleine Höhle, in die das vierte Kind, die Larve, hineinkriecht. Die Kinder er fühlen gegenseitig den dichten Pelz, indem sie sich in den Haaren wuscheln. Dann laufen alle Kinder durch den Raum und rempeln sich beim Laufen leicht an. Sie beginnen, mit den Armen die Flügelbewegung nachzuahmen und einen Summ-Laut von sich zu geben. Danach ?fliegen? sie nach einigem Üben richtig los.
3. Als Erstes musste unsere kleine Hummel lernen, dass sie in der Welt viele Feinde hat. Aber es gibt auch große Tiere, die Angst vor Hummeln haben. Deshalb spielen wir Hummeln, Frösche, Hunde
- Die Hunde fangen die Frösche.
- Die Frösche fangen die Hummeln.
- Und die Hummeln stechen die Hunde!
Für dieses Fangspiel werden zwei gleich große Gruppen gebildet. Jede Gruppe spricht sich ab, welches der drei Tiere sie darstellen möchte. Dann stellen sich die Gruppen im Abstand von ungefähr einem Meter in der Mitte des Spielfeldes gegenüber auf. Auf Kommando werden erst alle Tiere nacheinander dargestellt ? und zwar von allen zusammen: Hummeln: Schnelles Schlagen mit den Armen und summen. Frösche: Mehrmaliges Hüpfen und quaken. Hunde: Schwanzwedeln mit einer Hand am Po und bellen. Dann stellen die beiden Gruppen gleichzeitig das jeweils ausgewählte Tier dar. Nun gilt es, entweder seine Beute zu fangen oder sich selbst in die sichere Zone am hinteren Rand seiner Spielhälfte zu retten. Haben beide Gruppen das gleiche Tier gewählt, müssen sie sich kurz zurückziehen, sich beraten und ein neues Tier darstellen. Wer gefangen wurde, spielt bei den FängerInnen mit. Das Spiel endet, wenn eine Gruppe komplett gefangen wurde oder das Spiel von der Spielleitung beendet wird. Für den hier angegebenen Zeitrahmen sollte das Spiel nach ca. zehn Absprachen und Fangversuchen beendet werden.
4. Nach so viel Abenteuer will unsere Hummel erst einmal Nektar sammeln und gerät dabei prompt in ihr nächstes Abenteuer ? Unter den vielen Pflanzen gibt es auch einen Insektenfresser ? mit besonders süßem Nektar. Doch wehe, die Pflanze merkt, dass man ihren Nektar klauen will, dann schlägt sie erbarmungslos zu und verspeist den Eindringling. Ein Kind bekommt als Insekten fressende Pflanze die Augen verbunden und wird auf einen Stuhl gesetzt. Unter dem Stuhl befindet sich der Nektar in Form eines beliebigen Gegenstandes. Die anderen Kinder, die Hummeln, müssen nun versuchen, sich möglichst geräuschlos an den Nektar heranzupirschen und ihn der Pflanze zu entreißen. Wenn die Pflanze jedoch eine Hummel bemerkt, kann sie das Zuschnappen der Falle symbolisieren, indem sie auf die entsprechende Person zeigt. Die gefressene Hummel erstarrt an Ort und Stelle. Die Hummel, die den Nektar erwischt hat, darf den nächsten Insektenfresser spielen.
5. Zurück im Hummelnest ist die Aufregung groß: Die Schmarotzerhummeln bedrohen das Nest und wollen die Arbeitshummeln zwingen, die eigene Brut aufzuziehen. Deshalb trauen sich die Hummeln nur noch zu zweit hinaus. Doch leider sind die Hummeln nur geschützt, wenn sie zu zweit sind. Hakt sich eine dritte Hummel ein, so muss die Hummel an der anderen Seite allein weiterfliegen und kann abgeschlagen werden.
- Die Hummeln stellen sich paarweise auf und haken sich ein. Den anderen Arm stemmen sie in die Hüfte, so dass sich eine Öse ergibt.
- Ein Paar hat sich nicht eingehakt: die Schmarotzerhummel und eine Arbeitshummel.
- Die Arbeitshummel rettet sich, in dem sie sich bei einem Paar einhängt. Der Teil des Paares, an dem sie sich nicht eingehängt hat, kann nun abgeschlagen werden, bis er sich bei einem anderen Paar eingehängt hat. Wird jemand abgeschlagen , dann wechseln die Rollen zwischen Jäger un Gejagtem.
6. Hummeln können nicht reden; sie tanzen sich ihre Botschaften vor.
- Die Kinder teilen sich in gleich große Gruppen auf.
- Jedes Gruppenmitglied stellt seiner Gruppe eine kurze Bewegungsfolge vor. Alle Bewegungsfolgen einer Gruppe werden nun zu einem kurzem Tanz zusammengefasst und von der Gruppe eunstudiert. Haben alle Gruppen ihren Tanz eingeübt, werden sie in die Natur entlassen. Treffen sich jetzt zwei Gruppen, tanzen sie sich ihre Botschaft vor.
7. Schließlich wird es Herbst. Die Königin hat bereits ihre Nachfolgerin bestimmt, und die Hummeln begeben sich zur Ruhe. Jede Hummel träumt noch einmal von ihren schönsten Abenteuern. Alle Kinder kommen im Kreis zusammen, hocken sich auf den Boden und denken daran,
- wie sie ganz eng im Ei gekauert lagen,
- wie sie sich mühten, die weiche Schale aufzureißen,
- wie sie als Larve das Nest erkundetenund sich dann müde in die Wabe zurückzogen,
- wie sie merkten, dass sie einen dicken Pelz hatten,
- wie es war, als sie plötzlich schnell laufen und sogar fliegen konnten,
- wie sie mit Hunden und Fröschen kämpften,
- an ihr Abenteuer mit der Insekten fressenden Pflanze
- und an ihren Kampf mit der Schmarotzerhummel.
- Schließlich erinnern sie sich daran, wie sie sich mit den anderen Hummeln auf der Wiese trafen und sich gegenseitig ihre Geschichten erzählten.
Dann kommt die Kälte. Aber im nächsten Jahr wird die neue Königin ein neues Volk gründen, und dann gibt es eine neue kleine Hummel!

Passt zu:
Insektennisthäuser.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Empathie für andere Lebewesen.

Wo sind die Wasserpaten?

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Gestalten Wasser Aktivieren Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder erkennen Gewässerprobleme und bringen sich aktiv in die Verbesserung der Situation ein.

Beschreibung:
Die Kindergruppe übernimmt die Patenschaft für ein Gewässer. Dazu wählen die Kinder einen See oder Bach in ihrer Nähe aus. Am Anfang steht das gegenseitige Kennenlernen. Mit Hilfe von Exkursionen und Experimenten erforschen die Kinder den Zustand des Gewässers und erkennen etwaige Probleme. Ist das Gewässer verunreinigt oder vermüllt? Welche Tier- und Pflanzenarten leben darin? Was sagt das über die Qualität des Ge wässers aus? Die Kinder arbeiten an der Verbesserung des Gewässerzustandes. Das kann ganz praktisch durch Müllsammeln geschehen oder über Beteiligungsprojekte. Ansprechpartner sind die zuständige Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde des Kreises.

Variante:
Die Kinder entwerfen Informationstafeln über das Gewässer und stellen sie nach Absprache mit den Behörden am Ufer auf.

Weitergehend:
Die Wasserpatenschaft ist ein Langzeitprojekt, das ? je nach Jahreszeit ? verschiedene Teilaspekte hervorhebt. Wasserproben können regelmäßig entnommen werden.

Passt zu:
Unterwasseruntersuchung.

Quelle: www.najuversum.de

BNE-Kompetenzen: Empathie und Solidarität für Benachteiligte zeigen können; sich motivieren können, aktiv zu werden.

Wo wohnen die Waldwichtel?

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Wald Wiese Gestalten Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen verschiedene Naturmaterialien kennen und nutzen sie zum kreativen Gestalten.

Beschreibung:
Die Gruppenleitung erzählt zunächst eine kurze Geschichte: ?Im Wald leben Waldwichtel. Diese bitten die Kinder um Hilfe beim Wiederaufbau ihrer Stadt, nachdem diese durch ein Gewitter zerstört wurde.? Die Kinder suchen im Umfeld einen geeigneten Bauort aus. Dabei sollte es ein gemeinsames Abwägen für oder gegen die möglichen Orte (Lieber unter dem Baum oder auf der Lichtung? Warum? Was sind die Vor- und Nachteile?) und eine gemeinsame Entscheidung geben. Danach bauen die Kinder aus Naturmaterialien wie Rinde, Kienäpfeln und Ästen eine neue Waldwichtelstadt. Hierzu benutzen die Kinder möglichst nur totes Material und keine geschützten Pflanzenarten. Hinterher findet eine gemeinsame Begehung der Stadt statt.

Weitergehend:
Wie leben die Menschen? Thematisierung von Wohn- und Lebensbedürfnissen und von Baumaterial. Können wir uns auch ein Haus aus Naturmaterial bauen?

Passt zu:
Waldgeist, Laubsofa.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Prisma Media Verlag.

BNE-Kompetenzen: An Entscheidungsprozessen partizipieren können; die eigenen Leitbilder und die Anderer reflektieren können; selbständig planen und handeln können.

Woher kommt die Schokolade?

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Herbst Forschen Winter Aktivieren Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen Anbau- und Verarbeitungsformen von Kakao kennen und schulen ihren Geschmackssinn.

Materialien:
Schreib- und Bastelmaterial.

Beschreibung:
Die Gruppe teilt sich in Kleingruppen auf und erstellt zu Anbau und Transport von Kakao sowie seiner Verarbeitung zu Schokolade jeweils ein Wandbild. Die Kinder diskutieren gemeinsam, welche Vor- und Nachteile biologische und faire Anbau- und Verarbeitungsweisen haben und welche Auswirkung der persönliche Konsum hat. Bei einem Geschmackstest probieren die Kinder verschiedene Schokoladensorten und stellen auch hier Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen biologisch und konventionell hergestellten Süßwaren fest. Interessant sind auch die Geruchsunterschiede ? Mit einer Verkostung und ausführlichen Informationen führt die Gruppe einen Infostand in der Fußgängerzone oder bei einem Stadtfest durch.

Variante:
Die Gruppe organisiert einen Stadtrundgang, wo über die Hintergründe des Schokoladenkonsums aufgeklärt wird.

Weitergehend:
Besuch einer Schokoladenfabrik.

Passt zu:
Naturbistro.

Quelle: www.umweltbildung.at

BNE-Kompetenzen: Neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen; Andere motivieren, aktiv zu werden.

Wolle spinnen und färben

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Winter Gestalten Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder probieren alte Handwerkstechniken aus und stellen Wolle her.

Materialien:
Für das Spinnen: Alte Kleidung, ungewaschene Schafswolle, Schrauben mit Haken, Rundholzstück (ca. 30 cm lang mit 1 cm Durchmesser), Kordel, Kartoffeln.
Für das Färben: Beize für 500 g Wolle aus 100 g Alaun und 25 g Weinstein, Kochmöglichkeit, Holzstäbe, große alte Töpfe, Handschuhe, Salz, färbendes Pflanzenmaterial.

Vorbereitung:
Kontakt zu einem Schäfer oder einer Schäferin aufnehmen.

Beschreibung:
Wolle spinnen:
Die Kinder bauen gemeinsam Spindeln zum Wolle spinnen. Dafür wird der Holzstab in die Kartoffel gesteckt. Die Hakenschrauben werden in das andere Ende des Holzstabes geschraubt. An das untere Ende der Spindel befestigen die Kinder die Kordel und wickeln sie lose um den Holzstab. Die Kinder zupfen die ungewaschene Schafswolle auseinander und dünnen sie aus. Dabei lösen sie Schmutz und Fremdkörper heraus.
Achtung: Dieser Arbeitsschritt sorgt für ziemlich fettige Hände! Dann drehen die Kinder das Wollstück an einem Ende zu einem Faden und verknoten diesen mit dem Ende der Kordel. Nun drehen sie die Spindel und verspinnen so die Wolle. Zwischendurch zupfen die Kinder wieder die unversponnene Wolle auseinander. Wenn ein genügend langes Stück gesponnen ist, wickeln die Kinder dieses um den Holzstab und spinnen weiter.
Wolle färben:
Die Kinder lösen die Zutaten der Beize in einem Topf mit kaltem Wasser auf, erwärmen den Topf und legen die Wolle hinein. Danach kochen sie das Ganze kurz auf und lassen es dann eine Stunde ziehen. Die Gruppenleitung achtet dabei auf die Einhaltung der notwendigen Sicherheitsregeln. Die warme Wolle wird anschließend mit einer Schöpfkelle herausgenommen und ausgedrückt.

Rezepte:
- Hellgelb: ein Kilo Birkenblätter
- Blaugrau: 500 Gramm Brombeeren
- Gelbgrün: 500 Gramm junge Farnwedel
- Dunkelbraun: 500 Gramm grüne Walnussschalen
- Violett: 500 Gramm Holunderbeeren

Für das Farbbad geben die Kinder die Pflanzen in kaltes Wasser und lassen sie dann kochen, dabei muss ständig gerührt werden. Anschließend legen die Kinder die Wolle hinein und lassen diese ohne Rühren im Farbbad sieden, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Die Kinder wenden die Wolle mit einem Holzstab und nehmen sie dann mit Handschuhen (Vorischt, heißes Wasser!) heraus. Unter klarem Wasser spülen sie die farbige Wolle, bis sie nicht mehr ausfärbt.

Weitergehend:
Besuch eines Schäfers oder einer Schäferin, Gespräch über Spinn- und Farbtechniken. Wie wird es heute gemacht, welche Verfahren sind umweltfreundlicher? Besuch des örtlichen Heimat- oder Agrarmuseums.

Passt zu:
Naturfarben.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Gemeinsam mit Anderen planen und handeln.