Fokus Biologische Vielfalt

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Aktionstipps

Aktionsordner „Kinder entdecken die Natur“

Ob in Stadt oder Wald, auf der Wiese oder im Wasser, der NAJU-Aktionsordner bietet für jeden Lebensraum und jede Jahreszeit 200 spannende Aktionsideen.

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Bau und Nutzung einer Pflanzenpresse

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Forschen Wald Wiese Gestalten Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen verschiedene Pflanzenarten und Konservierungstechniken kennen.

Materialien:
Je zwei Sperrholzbretter (25 x 35 cm), 4 Metallschrauben mit Flügelmuttern (4 bis 6 mm Durchmesser, 40 bis 60 mm lang), Zeitungspapier, Bohrer und Bohrmaschine.

Beschreibung:
Zum Bau der Pflanzenpresse werden die beiden Bretter aufeinandergelegt. In die Ecken werden Löcher gebohrt und diese mit Schrauben versehen. Grund- und Deckbrett werden entsprechend markiert. Je nach Altersklasse können diese Arbeiten ohne Weiteres von den Kindern ausgeführt werden. Nachdem die Kinder unterschiedliche Blütenpflanzen, möglichst mit Blüten und Wurzeln, gesammelt haben, können diese gepresst werden: auf dem Grundbrett Zeitungspapier auslegen, eine Pflanze komplett ausbreiten und mit etwas Papier zudecken. Auf diese Lage kann die nächste Pflanze gelegt werden. Befinden sich alle Pflanzen in der Pr esse, wird das Deckbrett aufgelegt und durch Zudrehen der Flügelmuttern aneinandergepresst. Nach einigen Tagen können die Pflanzenteile kontrolliert, das feuchte Zeitungspapier ersetzt werden. Nach zwei bis drei Wochen werden die Pflanzenteile sorgsam auf weiße Papierbögen geklebt und mit den Angaben zu Art, Familie, Fundort und Datum versehen.

Variante:
Die Kinder können die gepressten Pflanzenteile auch zu Kunstwerken auf Postkarten, Briefbögen oder Wandbildern weiterverarbeiten.

Weitergehend:
Das Herbarium kann über ein ganzes Jahr geführt und nach unterschiedlichen Biotoptypen und Jahreszeiten sortiert werden. Über das Sammeln von Pflanzenteilen kann sich die Gruppe auch in einem botanischen Garten oder Naturkundemuseum informieren.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Reutlingen.

BNE-Kompetenzen: Selbstkompetenz ? selbständig handeln und gestalten können.

Baum ertasten

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Wald Bewegen Winter Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder üben, sich und ihrer Wahrnehmung zu vertrauen.

Materialien:
Augenbinden.

Vorbereitung:
Gut begehbares Wald- oder Parkgebiet finden.

Beschreibung:
Die Kinder bilden Zweiergruppen. Ein Kind bekommt die Augen verbunden. Das andere Kind führt das ?blinde? Kind zu einem Baum. Diesen Baum er tastet das ?blinde? Kind und versucht, sich seine typischen Merkmale wie Rindenstruktur, Äste, Blätter und Verletzungsspuren einzuprägen. Dann wird es zum Ausgangspunkt zurückbegleitet. Dabei können auch kleine Umwege gelaufen werden. Wieder sehend versucht das Kind nun, ?seinen? Baum wiederzufinden. Danach wechseln die Kinder ihre Rollen. Die Gruppe kommt zum Abschluss zusammen, um von ihren Erlebnissen zu berichten. Anschließend können alle zusammen noch einen Rundgang zu den ertasteten Bäumen machen.

Variante:
Ein Kind wählt einen Baum in der näher en Umgebung aus, verrät nur der Gruppenleitung, um welchen es sich handelt, und beschreibt ihn den anderen dann so genau wie möglich. Finden die anderen Kinder den Baum anhand der Beschreibung?

Weitergehend:
Welche Bäume haben die Kinder ertastet? Welcher Waldtyp ist das? Welche ökologische Bedeutung haben Bäume?

Passt zu:
Rindenbild, Baumpatenschaft.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Empathie für andere Lebewesen zeigen können.

Baum-Gedächtnisspiel

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Wald Gestalten Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder können unterschiedliche Bäume an ihren Blattformen erkennen.

Materialien:
Pappe, Klebstoff, Schere, Bücher zum Pressen oder eine Pflanzenpresse.

Vorbereitung:
Als Vorbereitung sammelt die Gruppe gemeinsam Blätter von Bäumen und Sträuchern ? je Blattart zwei ? und presst sie.

Beschreibung:
Die Kinder kleben die gepressten Blätter einzeln auf formgleiche, ausreichend große Pappkärtchen. Jeweils zwei gleiche Blätter ergeben ein Pärchen. Nun kann damit das Gedächtnisspiel gespielt werden.

Variante:
Auf eines der beiden Kärtchen schreiben die Kinder den Namen des Baumes oder Strauches.

Weitergehend:
Die unterschiedlichen Merkmale, die zur Bestimmung von Pflanzenarten notwendig sind, thematisieren.

Passt zu:
Bau einer Pflanzenpresse.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Gemeinsam mit Anderen planen und handeln können, Andere motivieren können, aktiv zu werden.

Baumhöhe messen

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Wald Winter Stadt und Dorf Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Zeichnerische Anleitung: Klick auf die Überschrift!

Die Kinder lernen eine einfache Methode zur Höhenmessung kennen und erweitern ihre Artenkenntnis.

Materialien:
Stock, Maßband.

Vorbereitung:
Ein Waldstück mit Bäumen suchen, bei denen der Stammfuß und die Kronenspitze zu sehen sind.

Beschreibung:
Die Kinder messen gegenseitig ihre Körpergröße. Dann findet jedes Kind sein eig enes Schrittmaß heraus. Nach zehn Schritten entlang des Maßbandes wird die Gesamtlänge durch zehn geteilt und auf diese Weise ein Mittel der Schrittlänge errechnet. Dann sucht jedes Kind einen Stock, der so lang ist wie sein ausgestreckter Arm. Damit peilt das Kind einen beliebigen Baum an und entfernt sich so weit vom Baum, bis der Baum aus dem Blickwinkel des Kindes die gleiche Größe hat wie der Stock. Durch Abschreiten der Entfernung zwischen Standpunkt und Baum lässt sich dessen Höhe bestimmen: Abstand zum Baum + Körpergröße bis Augen = Baumhöhe. Die Messung kann an mehreren Bäumen der gleichen Art oder an unterschiedlichen Baumarten vorgenommen werden.

Weitergehend:
Wie hängt die Baumhöhe mit dem Alt er oder der Baumart zusammen? Welche Auffälligkeiten gibt es? Welche Methoden wenden Forstarbeiter zur Höhenmessung an?

Passt zu:
Fingerabdruck vom Baum.

Quelle: Ziegler, B. (2006): Umweltpädagogisches Handbuch für Lehrkräfte und Eltern. Reutlingen.

BNE-Kompetenzen: Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und gemeinsam mit Anderen planen und handeln.

Baumpatenschaft

Erstellt: 01.09.2014 Kategorie: Frühling Sommer Herbst Forschen Winter Gestalten Archivieren Rubrik: NAJU-Aktionstipp

Die Kinder lernen Merkmale und Lebensraumansprüche von Bäumen über einen langen Zeitraum kennen und schulen ihre Beobachtungsgabe.

Materialien:
Fotoapparat, Schreibmaterial, Kontakt zum/zur FörsterIn.

Beschreibung:
In der Nähe ihres Treffpunktes wählt sich die Gruppe einen Baum aus, den sie besonder s interessant findet. Die Kinder versuchen zusammen mit dem Förster/der Försterin, möglichst viel über diesen Baum her auszufinden. Wann wurde er gepflanzt? Wie sah es damals in seiner Umgebung aus? Wie ist sein Gesundheitszustand? Alle Informationen werden in einem Baumtagebuch festgehalten. Gibt es Lebensraumansprüche, die nicht erfüllt sind? Können wir etwas für den Baum tun? Die Gr uppe kann sich mit den Behörden (Untere Naturschutzbehörde, Naturwacht) auseinandersetzen, inwiefern der Baum unter Schutz gestellt werden kann. Die Kinder informieren anschließend die Öffentlichkeit über den Patenbaum sowie über die Bedeutung von Bäumen und deren Schutzwürdigkeit.

Variante:
Die Kinder regen auch andere Menschen dazu an, Baumpatenschaften zu übernehmen.

Weitergehend:
Welche Bäume in der Nähe stehen unter Schutz? Welche Bäume oder Baumarten sind bedroht? Welche Schutz- oder Baumpflanzmaßnahmen sind der Umgebung möglich?

Passt zu:
Tagebuch eines Obstbaumes.

Quelle: www.aktionsideen.de

BNE-Kompetenzen: Neue Perspektiven integrierend Wissen aneignen, gemeinsam mit Anderen planen und handeln können.