Warning: array_merge(): Argument #2 is not an array in /usr/www/users/qordpz/fokus-biologische-vielfalt.de/wp-includes/widgets.php on line 541 Der Rotfuchs - Fokus Biologische Vielfalt Der Rotfuchs - Fokus Biologische Vielfalt

Fokus Biologische Vielfalt

von der Naturerfahrung zur politischen Bildung

Rotfuchs (Illustration: Jan Bintakies)

Der Rotfuchs

Landei oder Stadtgespräch?

Rotfüchse sind wahre Anpassungskünstler, wenn es um Nahrung und Lebensraum geht. Früher waren sie nur auf Feldern und in Wäldern zu Hause, aber mittlerweile haben einige von ihnen die Vorteile des Stadtlebens entdeckt: viele Verstecke und leichte Beute.

Foto: Armin Lude

Foto: Armin Lude

Systematik

Klasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung:
Raubtiere (Carnivora)
Familie: Hunde (Canidae)
Art: Rotfuchs (Vulpes vulpes)

Aussehen: Das rötliche Fell ist sein Merkmal, doch es kann durchaus variieren und eine Farbe bis braungrau erreichen. An den Ohren, Unterschenkeln und Pfoten ist sein Fell schwarz; sein Bauch ist von weißlichem Fell bedeckt. Er hat ein schmales Gesicht mit senkrechten Pupillen und aufgestellten Ohren, die ihm einen sehr aufgeweckten Eindruck verleihen. Sein durchschnittliches Gewicht liegt zwischen 5 und 7 kg. Damit ist er etwas größer als eine Hauskatze.

Nahrung: Bevorzugt frisst er Feldmäuse, da er sie das ganze Jahr jagen kann. Je nach Jahreszeit ernährt der Rotfuchs sich zusätzlich von Obst (hauptsächlich Beeren), Regenwürmern, Schnecken, Vögeln, geschwächten größeren Tieren wie Kaninchen und manchmal auch Aas.

Lebensweise: Die Paarungszeit beginnt im Januar und dauert bis März. Die Tragzeit einer Füchsin oder Fähe dauert ca. 50 Tage. Sie zieht sich zur Geburt in den Fuchsbau zurück. Die Jungen eines Wurfs können von unterschiedlichen Vätern stammen. Füchsin und Rüde kümmern sich gemeinsam um die Versorgung der Welpen.
Der Rotfuchs ist in Wäldern und offenen Landschaften vorzufinden, doch zunehmend auch in Städten. Diese bieten ihm ein vielfältiges Nahrungsangebot und er hat in Parks, Gärten, auf Friedhöfen sowie Industrie- und Brachflächen viele Versteckmöglichkeiten.
Das anpassungsfähige Tier ist weltweit verbreitet. Er ist in Nordamerika, Europa und Asien beheimatet, selten sogar in den nördlichen Teilen von Afrika. Nach Australien wurde er von den Menschen eingebracht.
Bedrohung und Schutz: Weder in Deutschland noch weltweit wird der Rotfuchs als gefährdet eingestuft. Lange Zeit wurde der Rotfuchs aufgrund seines schönen Fellsgejagt. Auch heute darf er europaweit gejagt werden. Wegen Tollwut und Fuchsbandwurm trägt er einen schlechten Ruf. Seit 2008 gilt Deutschland als tollwutfrei und die Ansteckung des Fuchsbandwurmes kann durch Vorsicht gut verhindert werden. Abzuraten ist von dem Verzehr von ungewaschenen Waldfrüchten. Manchmal wird der Fuchs gezielt geschossen, da er ein Fressfeind von geschützten Bodenbrüterpopulationen, wie Auerhuhn und Kiebitz, ist.

Besonderheiten: Häufig wird der Rotfuchs in Geschichten und besonders in Fabeln erwähnt. Meist ist er dort ein sehr listiger, ideenreicher Einzelgänger, der mit seinen Streichen und Lügen andere Leute irritiert, hinters Licht führt und einen großen Nutzen davon hat. Besonders bekannt sind die negativen Darstellungen des Fuchses in Goethes „Reineke Fuchs“, in dem Kinderbuch „Nils Holgersson“ oder dem Volkslied „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“.