Warning: array_merge(): Argument #2 is not an array in /usr/www/users/qordpz/fokus-biologische-vielfalt.de/wp-includes/widgets.php on line 541 Der Feldklee - Fokus Biologische Vielfalt Der Feldklee - Fokus Biologische Vielfalt

Fokus Biologische Vielfalt

von der Naturerfahrung zur politischen Bildung

Feldklee (Illustration: Jan Bintakies)

Der Feldklee

Schnorrer oder Sugardaddy?

Zusammen mit Bakterien in seinen Wurzeln kann der Feldklee Stickstoff aus der Luft aufnehmen und so die Bodenfruchtbarkeit verbessern. Pflanzen brauchen Stickstoff für ihr Wachstum, vor allem als Bestandteil von Chlorophyll.

Feldklee CC BY 0 1.0

Feldklee
CC BY 0 1.0

Systematik

Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabacea)
Art: Feldklee (Trifolium campestre)

Aussehen: Die einjährige, krautige Wiesenpflanze erreicht eine Größe von 50 cm und ist an ihren kleinen, gelben fünfblättrigen Blüten zu erkennen. Der Feldklee blüht von Juni bis September. Wenn seine Blüten verwelken, bleiben die trockenen (nun goldbraunen) Blüten an der Pflanze erhalten. Hieran ist er recht gut zu erkennen. Die kleinen, dunkelgrünen Blätter sind eiförmig und dreiteilig gefächert. Feldklee ist sehr leicht verwechselbar mit anderen, verwandten Arten, wie zum Beispiel Hopfenklee. Ein Unterscheidungsmerkmal ist die kleine Delle am oberen Rand des mittleren Teilblättchens.

Lebensweise: Der Feldklee ist ein wichtiger Bodenverbesserer, denn als Hülsenfrüchtler kann er durch eine Symbiose mit Knöllchenbakterien im Wurzelbereich elementaren Stickstoff aus der Luft binden und ihn so auch für andere Pflanzen verfügbar machen. Durch die auffallende Farbe der Blüte ist er ein bevorzugtes Anflugsziel von Bienen und Schmetterlingen, und so tragen diese zur Verbreitung des Feldklees bei. In ultraviolettem Licht wird sichtbar, dass die Blüten für die Augen der Insekten mehrfarbig aussehen.

Der Feldklee kommt in ganz Europa vor. Als Futter- und Düngepflanze für Zwischenkulturen ist er bis nach Westasien und Nordamerika vorgedrungen. Er wächst auf Frischwiesen, Trocken- und Halbtrockenrasen, Böschungen und Äckern. Er benötigt lockere, basenreiche Böden und ist eine so genannte Zeigerart für magere Flächen. Dies sind häufig sehr artenreiche Grünland-Lebensräume, in denen viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Er wächst aber auch an anderen Standorten, die nicht unter Schutz stehen, und untersucht werden können.

Besonderheiten: Schon seit mehr als 2000 Jahren gilt ein Kleeblatt mit vier Teilblättchen als Glücksymbol: Für die Kelten war es ein Schutzzeichen, welches die vier Elemente und die Himmelsrichtungen darstellte. Im Christentum steht das vierblättrige Kleeblatt für das Kreuz Christi.

Das zusätzliche Blatt beim Glückskleeblatt ist wahrscheinlich eine Mutation während des Kopiervorganges der DNA bei der Zellteilung. Eine Mutation entsteht entweder durch einen Zufall oder wird durch äußere Einflüsse, wie starke Lichteinstrahlung oder chemische Substanzen, begünstigt. Es können sogar mehrere Extra-Blättchen entstehen. Laut „Guinness-Buch der Rekorde“ wurde 2009 in Japan ein Kleeblatt mit 56 Blättern gefunden! Nicht zu verwechseln ist ein echtes Glückskleeblatt mit den Sauerklee-Arten, die immer vier Teilblättchen haben und oft zusammen mit einer Schornsteinfeger-Figur verkauft werden.